Texte - February 2008



rote fahne bei rtl2

nicht politisch, sondern im waschbecken. blutspucke und alkoholgestank. news. ein doppeldeckerbus faehrt vorbei. thomas koschwitz macht werbung fuer seine morgenshow. als aufkleber. manche leute sehen nach gewichtsabnahme wie krebskranke aus. sie waren zu lange als dicke bekannt. im netz lese ich spaeter, dass er 2002 einen schlaganfall hatte. so oeffentlich ist das gar nicht.

bei verdacht: nichts zu trinken geben. es besteht aspirationsgefahr, da das gehirn des betroffenen womoeglich den schluckvorgang nicht mehr steuern kann.

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das kopfnicken, das ich fuehle, ist mein eigenes

parkett 1

er geht am zaun entlang ,
streicht beilaeufig die haut einer fremden.
sie verzieht den mundwinkel
und schweigt in ihrer konvention.
wundert sich kaum,
aus welchem grund er den zaun beruehrt.

parkett 2

dem unglueck folgt der trost
und beginnt sich zu verformen.
im anfang liegt der wunsch nach zuneigung,
verliert sich in macht,
wie ein fremder in einer stadt
in der alle einheimischen lachen.

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stichstrecke

ubahn. rush hour. zwei arbeitskollegen(?) unterhalten sich :

sie : mein vater hat krebs.
er :meiner auch,darmkrebs.sie wussten nicht,ob der tumor boesartig ist.
sie : dann hat er doch so einen plastikdarm ?
er : ja.
sie : mein vater hat brustkrebs – als mann.

er steht, um auszusteigen.

sie : dann arbeite nicht so viel. schoenes wochende.
er : tschuess.

hier bleibt mir der apfel, den ich esse, im hals stecken.

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